Die SPITZE NADEL wurde erstmalig am 23. April 2016 in der Berliner Kalkscheune an drei Initiativen verliehen, die auf bemerkenswert aktive Art und Weise die Öffentlichkeit auf Missstände in der Modeindustrie aufmerksam machten:

//Future Fashion Forward e.V. mit der Aktion “The 2 Euro T-Shirt – A social Experiment”//

Den Fashion Revolution Day 2015 nutzten die Aktivisten, um einen mit T-Shirts befüllten Automat auf dem Alexanderplatz in Berlin aufzustellen. Für lediglich 2 Euro konnte ein T-Shirt gezogen werden. Vor dem Erwerb wurden die Passanten jedoch mit Bildern über die Zustände in der globalen Bekleidungsindustrie aufgeklärt und dann vor die Wahl gestellt: 2 Euro für bessere Arbeitsbedingungen spenden oder das T-Shirt kaufen. Mit einer versteckten Kamera wurde das Geschehen den ganzen Tag über dokumentiert. Der daraus entstandene Videospot erreichte sagenhafte 7 Millionen YouTube-Views und wurde rund 130.000 Mal auf Facebook geteilt!!!

Hier geht’s zum Clip:

//Dies Irae mit der Aktion “Jobs@Primark”//

Sonderbare Jobanzeigen des Textildiscounters Primark auf großen Plakaten fielen im April 2015 in Braunschweig den Städtern ins Auge. Die anonyme Künstlergruppe Dies Irae konfrontierte die Leser mit finsteren Arbeitsbedingungen wie 5-10 Cent Stundenlohn bei einer Arbeitszeit von 7 Tage/Woche und 12 Stunden/Tag, keine Krankenversicherung („Wer krank ist hat Pech“) oder mit einem lebensgefährlichen Arbeitsplatz ohne jeglichen Arbeitsschutz. Wer dies nun ganz und gar nicht fair fand, wurde dazu aufgerufen nichts mehr beim Stellenanzeiger Primark zu kaufen, um die Ausbeutung zu stoppen. Wer weiteres kritisches Nachfragen wünschte, der konnte sich direkt per Mail oder Facebook mit Primark in Verbindung setzen! Ein gelungenes Adbusting mit genialer Social Media-Wirkung!!!

Das ist die besagte Jobanzeige:

Spitze Nadel 2016 für Dies Irae mit JOBS@PRIMARK

//Evangelische Jugend Bad Honnef mit der Aktion “Fashion-ein globales Geschäft”//

Schon einmal in einer Produktionsfabrik in Bangladesch gearbeitet? Nein? Eine „Black Box“ am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart machte dies erfahrbar: Fabrikgeräusche, stickige Luft und verschmutztes Wasser. Bilder und Informations-material über die Produktionsbedingungen bei der Herstellung von Kleidung inklusive. Für mehr als 1000 vor allem junge Besuchern zwischen 14 und 27 Jahren kein schönes aber wirkungsvolles Erlebnis, das auf die inakzeptablen Bedingungen der globalen Textilindustrie aufmerksam machte. Eine beeindruckende Idee!!!

Wer sich nun auch bewerben möchte, darf das gerne bei den Initiatoren INKOTA und cum ratione tun. Bis zu 10.000 Euro Preisgeld erhalten Aktivisten, die die Jury überzeugen können. Interessiert? Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2017. Mehr Infos über die Teilnahmebedingungen und das Bewerbungsverfahren gibt es bei der Ansprechpartnerin Kerstin Haarmann: k.haarmann@cum-ratione.org, Tel: 05252 50 445 oder hier: www.inkota.de/spitze-nadel

Wir sind gespannt auf eure Aktionen!!!

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