Clara Kaesdorf lässt sich in ihrer neuen Kollektion „Animus Ferus“ (dt. “Wilde Seele”) für den Frühling /Sommer 2018 von den Fauvisten inspirieren. So wie die Malergruppe des frühen 20. Jahrhunderts rückt auch sie die Schönheit der Wildheit in den Fokus.

  So zeigen sich die ersten Kollektionsstücke in Grau- und Pastelltönen noch zurückhaltend und in sich ruhend, grobmaschige Netz-Texturen symbolisieren Eingeschlossenheit. Mit jedem weiteren Kollektionsstück werden die Fesseln durchbrochen, der Drang nach roher Wildheit möchte durch die Gitter des Alltags ausbrechen. Schrilles Gelb und Türkis, kräftiges Rot und Pink bahnen sich selbstbewusst ihren Weg in die Freiheit. Die leuchtenden Farben und die groben Pinselstriche erinnern an die fauvistische Stilrichtung.
 Die Unterdrückung der Wildheit geht allerdings niemals vollständig verloren. Deshalb werden die malerischen Textilien oft von filigranen, halbtransparenten Streifenstoffen in zarten Pastellfarben überlagert und kombiniert. Die eigens entworfenen Prints weisen bei näherer Betrachtung feine Gitter-Strukturen auf, die an traditionelle Ikat-Webtechniken anlehnen. Sie sollen Zäune in den Köpfen darstellen, die es aufzubrechen gilt. Das symbolisieren auch die Headpieces mit schwungvoll hingeworfene Kreisformen in leuchtenden Farben.
 Bei den Materialien wurde auf einen hohen Tragekomfort und lange Nutzbarkeit geachtet. Fließendes Tencel bildet das Grundmaterial. Kombiniert wird er mit Seide, Baumwolle und Leinen. Die hier verwendeten Stoffe stammen aus Überproduktionen von italienischen Herstellern. Auch im Accessoire-Bereich wurde ausschließlich Leder aus Produktions-Überhängen verarbeitet. Bedruckt wurden alle Stoffe digital mit Ökotex Standard 100 Farben.

Fotos: Markus Hertzsch

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Clara Kaesdorf << Animus Ferus >>

Ein Gedanke zu „Clara Kaesdorf << Animus Ferus >>

  • Juli 14, 2017 um 3:43 pm
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    wunderschöne Teile, wie alles von Clara Kaesdorf! Bin jedes Mal bei ihr, wenn ich in Berlin bin.

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