Giersch – ein Wildkraut mit sehr viel Vitamin C – Gehalt ©ichsehgruen

DIE GUTE SEITE DER WILDKRÄUTER (UNKRAUT EINMAL ANDERS)

Unkraut hat zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn die Wildkräuter haben erstaunliche Eigenschaften und dienen dem Erhalt der Artenvielfalt. Ob als Nahrungs- oder Heilmittel, der Wildwuchs hat viel zu bieten. In Deutschland gibt es über 1500 essbare, höchst vitaminreiche Sorten. Durch den regelmäßigen Verzehr von einheimischen Wildkräutern kann der Körper auf natürliche und ökonomische Art mit ausreichenden Mineralien versorgt werden. Wir gehen der Sache eine bisschen auf den Grund und erkunden vier bekannte Sorten, die uns in (fast) jedem Garten oder beim Spaziergang begegnen sollten.

GIERSCH

Das Doldengewächs trägt weiße Blüten, die bevorzugt von Ameisen, Wildbienen und Käfern verspeist werden. Der Genuss von Giersch als Tee führt zu einer Reinigung des Körpers, da der hohe Vitamin C – Gehalt (viermal höher als bei einer Zitrone) die Ausscheidung von Harnsäure anregt. Als Grundzutat für Wildkräuter-Salate oder für schmackhaften Pesto ist der Giersch eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Übrigens sind die ganz jungen, fast noch eingerollten Blätter besonders lecker und erinnern geschmacklich an Petersilie.

LÖWENZAHN

Der Löwenzahn ist einer der ersten Frühblüher und damit ein wichtiger Nektarspender für Bienen, Hummeln und andere Insekten. In unserer Küche passen die leicht nussig schmeckenden Blätter zu Salaten, Suppen oder einfach ganz pur aufs Brot. Aus den Blüten lässt sich pflanzlicher Honig und Gelee herstellen. Sogar die Wurzel kann verwertet werden: klein schneiden und mit heißem Wasser aufgießen. Der Tee regt die Verdauung an, wirkt harntreibend und ist blutreinigend. Der Anteil an Vitamin A und C ist übrigens um einiges höher als bei vielen heimischen Gemüsesorten.

BRENNNESSEL

Wer Schmetterlinge in seinem Garten liebt, kommt an Brennnesseln nicht vorbei. Die Raupen von Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral und die einiger anderen leben an und von den Pflanzen und können nicht auf andere Gewächse ausweichen. Auch als aufgebrühte Variante kann das Kraut als Muntermacher, bei Arthrose, Arthritis, Blasenprobleme und entzündliche Darmerkrankungen eingesetzt werden. Für die vielseitige Brennnessel, die übrigens reich an Vitamin C und Carotin ist, stehen vielerlei Zubereitungsvarianten zur Auswahl. Ob im Kuchen, Smoothie, als Sauce oder als pikante Beilage. Phantasievolle Rezepte findet man mittlerweile sehr viele.

VOGELMIERE

Die Vogelmiere wächst bereits im Januar und ist deshalb ein wichtiger Nahrungslieferant für die gefiederten Freunde. Besonders gern mögen ihn Finken, Stieglitze und Dompfaffen. Die Vogelmiere enthält dreimal so viel Kalium und Magnesium und siebenmal soviel Eisen wie Kopfsalat. Sie hat einen hohen Anteil an pflanzlichen Eiweiß, sowie Vitamin A und C. Kein Wunder also, dass auch dieses Wildkraut den Weg auf unserem Speiseplan (wieder-) gefunden hat. Ihr mild aromatisch, angenehmer Geschmack, der an rohe Maiskolben erinnert, passt gut zu Salaten, Suppen oder als Beilage.

Facebook
Instagram
DIE GUTE SEITE DER WILDKRÄUTER (UNKRAUT EINMAL ANDERS) #GreenGardeningChallenge #5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.