Aktuell wird die Modeindustrie in zwei Strömungen unterteilt: die bewusste Modebewegung Slow Fashion und die schnelllebige, Modetrends folgende Fast Fashion.

Slow Fashion

Slow Fashion bezeichnet entschleunigte, nachhaltige Mode. Dazu zählt Bekleidung, die bspw. aus Biotextilien, recycelten Materialien oder unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde. Mittlerweile existieren einige zuverlässige Zertifizierungen, die Nachhaltigkeit im Sinne von Slow Fashion garantieren. Dazu zählen u.a. GOTS, OEKO TEX oder IVN. Slow Fashion ruft dazu auf, gewissenhafter und verantwortungsvoller mit den Ressourcen Natur, Tier und Mensch umzugehen. Bewusster zu shoppen und zu hinterfragen wo, wie und womit die eigene Kleidung hergestellt worden ist. Besonderes Augenmerk wird auch auf Qualität, Langlebig- und Zeitlosigkeit gelegt.

Fast Fashion

Wie der Begriff bereits verrät, ist Fast Fashion (auch McFashion genannt) schnelllebig und ändert sich immer dem Trend entsprechend. Massenbekleidungsgeschäfte bringen bis zu ein Dutzend neue und äußerst preiswerte Kollektionen im Jahr auf dem Markt und möchten damit die Nachfrage steigern. So entsteht eine Konsummentalität, die das Neukaufen und Wegwerfen von Mode provoziert und als Standard deklariert. Mode von heute, wird Mode von gestern und lässt textile Müllberge entstehen. Für Natur und Mensch bedeutet dies enorme Belastung, denn für die Herstellung dieser Mode werden bspw. Millionen Liter Wasser verbraucht, gefährliche Giftstoffe für den Anbau von Baumwolle eingesetzt, Tiere in Massenzucht gehalten und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen geschaffen. Davon soll der modebegeisterte Konsument natürlich nichts mitbekommen und wird von kostspieligen und positiv suggerierenden Werbekampagnen geblendet.

Hier noch ein anschaulich erklärtes Video zum Thema Slow Fashion:

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Slow Fashion versus Fast Fashion
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